Sternbild, Pendeluhr

Horologium

Die Pendeluhr, eines der Präzisionsinstrumente, die Nicolas-Louis de Lacaille in den 1750er-Jahren unter die südlichen Sterne setzte.

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Von Berlin aus steigt das Sternbild Horologium nie über den Horizont: Es gehört zum Himmel der anderen Hemisphäre.

Von Berlin aus steigt das Sternbild Horologium nie über den Horizont: Es gehört zum Himmel der anderen Hemisphäre.

Am 3D-Himmel

Der Himmel über Berlin, auf Horologium ausgerichtet. Ziehe, um dich umzusehen.

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18:36Di., 13. Okt.

Ziehen zum Umsehen, mit zwei Fingern oder dem Mausrad zoomen.

Sichtbarkeit am Abend im Jahresverlauf

Höhe des Sternbildzentrums über dem Horizont um 22:00 Ortszeit am 15. jedes Monats, von Berlin aus. Ab etwa 30° steht es gut.

0°30°60°90°Okt: -33°OktNov: -16°NovDez: -12°DezJan: -14°JanFeb: -22°FebMär: -33°MärApr: -41°AprMai: -57°MaiJun: -76°JunJul: -84°JulAug: -66°AugSep: -48°Sep

Name und Geschichte

Horologium, gezeichnet von Johann Elert Bode in Uranographia, 1801.
Horologium, gezeichnet von Johann Elert Bode in Uranographia, 1801. Johann Elert Bode, Uranographia (1801), David Rumsey Map Collection, via Wikimedia Commons

Zu Horologium gibt es keine Sage. Nicolas-Louis de Lacaille führte es ein, nachdem er 1751 und 1752 vom Kap der Guten Hoffnung aus den Südhimmel kartiert hatte. Er schrieb, es zeige eine Sekundenpendeluhr, wie er sie benutzte, um seine Beobachtungen zeitlich festzuhalten. Auf seiner Karte von 1756 hieß es auf Französisch l’Horloge, und er zeichnete es mit vollem Zifferblatt und Sekundenzeiger. Es liegt neben Reticulum, dem Fadennetz im Okular seines Teleskops, mit dem er zusammen mit der Uhr den Durchgang der Sterne stoppte.

Auf der zweiten Ausgabe seiner Karte von 1763 wurde der Name zu Horologium. Lacaille zeichnete eine einfache Uhr der Art, die Christiaan Huygens erfunden hatte, mit dem hellsten Stern auf einem der Antriebsgewichte. Später zeichnete der deutsche Astronom Johann Bode ein weiterentwickeltes Pendel, mit diesem Stern als Pendelkörper.

Quellen: Ian Ridpath, Star Tales: Horologium

Hellste Sterne

SternBezeichnungHelligkeitEntfernung
α Horα Hor3,85115 Lichtjahre
δ Horδ Hor4,93179 Lichtjahre
β Horβ Hor4,98295 Lichtjahre

Fakten

Flächeetwa 250 Quadratgrad (Platz 58 von 88)
IAU-KürzelHor
HimmelSüdhimmel
HerkunftErstmals auf Lacailles Planisphäre des Südhimmels gezeigt, nach seinen Beobachtungen am Kap der Guten Hoffnung 1751/52
Sterne heller als Größenklasse 53
Zentrum (J2000)3,9 h, -50°

Deep-Sky-Objekte

Galaxien, Sternhaufen und Nebel heller als Größenklasse 9 aus dem OpenNGC-Katalog. Die meisten brauchen ein Fernglas oder Teleskop und einen dunklen Himmel.

ObjektTypHelligkeit
NGC1261Kugelsternhaufen8,6

Grenzen: Internationale Astronomische Union, über Astronomy Engine. Flächen werden aus den Grenzen durch Abtastung berechnet (auf etwa ein Prozent genau). Namen und Linien: Stellarium. Sterne: HYG Database. Deep-Sky-Objekte: OpenNGC. Berechnet mit Astronomy Engine, einer Open-Source-Bibliothek, die mit Daten des US Naval Observatory und des NASA JPL geprüft ist. Datenquellen

So nutzt du diese Seite

Wähle oben deinen Ort und eine Nacht. Die Antwort und die 3D-Ansicht zeigen, wo das Sternbild steht, wann es am höchsten steht und ob es an deinem Ort überhaupt aufgeht. Die Karte zeigt seine Sterne und Linien, und die Tabellen nennen seine hellsten Sterne und die Deep-Sky-Objekte darin.

Häufige Fragen

Wann ist ein Sternbild am besten zu sehen?

Wenn es an einem dunklen Himmel am höchsten steht. Die Seite nennt diese Zeit für die Nacht, die du wählst. Jedes Sternbild steht in einer bestimmten Jahreszeit am günstigsten, weil die Sterne jede Nacht etwa vier Minuten früher aufgehen.

Warum kann ich ein Sternbild von meinem Ort aus nicht sehen?

Sternbilder weit südlich des Himmelsäquators gehen an nördlichen Orten nie auf, und solche weit im Norden nie an südlichen Orten. Die Seite sagt dir, wenn das der Fall ist.

Was sind die Sternbildgrenzen?

Die Internationale Astronomische Union teilt den Himmel in 88 Felder mit offiziellen Grenzen. Die Strichfiguren sind nur eine Zeichenhilfe. Die Grenzen legen fest, zu welchem Sternbild ein Punkt am Himmel gehört.

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