Sternbild, Giraffe

Camelopardalis

Die Giraffe, ein großes, aber lichtschwaches Sternbild des Nordhimmels, 1612 hinzugefügt. Der seltsame lateinische Name kommt vom griechischen Wort für die Giraffe, ein „Kamelleopard“, wegen ihres langen Halses und ihrer Flecken.

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Von Berlin aus geht Camelopardalis nie unter: Es kreist um den Himmelspol und steht am 13. Oktober 2026 um 04:00 am höchsten, 77° über dem Horizont im N.

Aufgang Immer über dem Horizont
Höchststand 04:00 14. Oktober · 77° N
Untergang Geht nie unterAm tiefsten 29°
Am besten am Abendhimmel Oktober, November, Dezember, Januar, Februar, März, April, Mai, Juni, August und September

Am 3D-Himmel

Der Himmel über Berlin, auf Camelopardalis ausgerichtet. Ziehe, um dich umzusehen.

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18:36Di., 13. Okt.

Ziehen zum Umsehen, mit zwei Fingern oder dem Mausrad zoomen.

Sichtbarkeit am Abend im Jahresverlauf

Höhe des Sternbildzentrums über dem Horizont um 22:00 Ortszeit am 15. jedes Monats, von Berlin aus. Ab etwa 30° steht es gut.

0°30°60°90°Okt: 47°OktNov: 65°NovDez: 75°DezJan: 74°JanFeb: 63°FebMär: 52°MärApr: 46°AprMai: 37°MaiJun: 31°JunJul: 29°JulAug: 31°AugSep: 37°Sep

Name und Geschichte

Camelopardalis, gezeichnet von Sidney Hall in Urania's Mirror, 1824.
Camelopardalis, gezeichnet von Sidney Hall in Urania's Mirror, 1824. Sidney Hall, Urania's Mirror (1824), Library of Congress, restored by Adam Cuerden, via Wikimedia Commons

Zu Camelopardalis gibt es keine griechische Sage. Der niederländische Theologe und Astronom Petrus Plancius schuf es 1612, um eine dunkle, leere Gegend zwischen dem Kopf des Großen Bären und Kassiopeia zu füllen. Die Griechen hatten sie frei gelassen, weil dort keine hellen Sterne stehen. Der Name kommt vom griechischen Wort für Giraffe, „Kamelleopard“, wegen des langen Halses und des gefleckten Fells.

Der deutsche Astronom Jacob Bartsch zeigte es 1624 im Druck und deutete es als das Kamel, das Rebekka im Buch Genesis zu ihrer Hochzeit mit Isaak trug. Doch die Figur ist eine Giraffe, kein Kamel. Wegen Bartschs Karte schrieben ihm einige spätere Autoren das Sternbild zu, obwohl Plancius es schon Jahre zuvor gezeigt hatte. Johannes Hevelius widmete ihm 1690 in seinem Atlas eine ganze Tafel, und das half, dass es allgemein anerkannt wurde.

Quellen: Ian Ridpath, Star Tales: Camelopardalis, Ian Ridpath, Star Tales: Chapter One, page 3 (Plancius)

Hellste Sterne

SternBezeichnungHelligkeitEntfernung
β Camβ Cam4,03872 Lichtjahre
HIP 16228HIP 162284,211.941 Lichtjahre
α Camα Cam4,26unbekannt
CustosHIP 178844,39796 Lichtjahre
7 Cam7 Cam4,43372 Lichtjahre
HIP 16281HIP 162814,552.509 Lichtjahre
TonglingxingHIP 336944,55184 Lichtjahre
Shaoweiγ Cam4,59359 Lichtjahre
HIP 15520HIP 155204,74762 Lichtjahre
ShangweiHIP 299974,76175 Lichtjahre

Fakten

Flächeetwa 757 Quadratgrad (Platz 18 von 88)
IAU-KürzelCam
HimmelNordhimmel
HerkunftErstmals auf einem Himmelsglobus von 1612 gezeigt, von Plancius und dem Kupferstecher Pieter van den Keere
Sterne heller als Größenklasse 515
Zentrum (J2000)4,4 h, 66°

Deep-Sky-Objekte

Galaxien, Sternhaufen und Nebel heller als Größenklasse 9 aus dem OpenNGC-Katalog. Die meisten brauchen ein Fernglas oder Teleskop und einen dunklen Himmel.

ObjektTypHelligkeit
NGC1502Offener Sternhaufen6,9
NGC2403Galaxie8,4

Grenzen: Internationale Astronomische Union, über Astronomy Engine. Flächen werden aus den Grenzen durch Abtastung berechnet (auf etwa ein Prozent genau). Namen und Linien: Stellarium. Sterne: HYG Database. Deep-Sky-Objekte: OpenNGC. Berechnet mit Astronomy Engine, einer Open-Source-Bibliothek, die mit Daten des US Naval Observatory und des NASA JPL geprüft ist. Datenquellen

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Häufige Fragen

Wann ist ein Sternbild am besten zu sehen?

Wenn es an einem dunklen Himmel am höchsten steht. Die Seite nennt diese Zeit für die Nacht, die du wählst. Jedes Sternbild steht in einer bestimmten Jahreszeit am günstigsten, weil die Sterne jede Nacht etwa vier Minuten früher aufgehen.

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Was sind die Sternbildgrenzen?

Die Internationale Astronomische Union teilt den Himmel in 88 Felder mit offiziellen Grenzen. Die Strichfiguren sind nur eine Zeichenhilfe. Die Grenzen legen fest, zu welchem Sternbild ein Punkt am Himmel gehört.

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